THE SUN AND THE WOLF – Berliner Act des Monats


„A lot of fuzz, a lot of reverb and a little farfisa.“



THE SUN AND THE WOLF gründeten sich Anfang 2009 in Berlin. Hervorgegangen aus der neuseeländischen Band The Have, die in den sechs Jahren ihres Bestehens u.a. Auftritte auf den renommierten Festivals SXSW und Big Day Out sowie das von Barrett Jones (Pussy Galore, Nirvana, Melvins) produzierte Debütalbum Back To The Burning Wreck als besondere Highlights auf ihrer Habenseite verbuchen konnten, stehen die Zeichen bei THE SUN AND THE WOLF komplett auf Neustart, auch wenn gleich drei Original-Mitglieder von The Have zur Besetzung des nunmehr seit gut zwei Jahren in der deutschen Hauptstadt ansässigen Quartetts gehören.

Kurz vor ihrem Auftritt im Rahmen von +

Wie war die erste Zeit für Euch in Berlin, gab es bereits Kontakte oder kanntet Ihr jemanden? Wie schwierig war es am Anfang, Liveshows zu spielen? Wie ist es jetzt?

Als wir in Berlin ankamen, kannten wir tatsächlich niemanden, unsere erste Show spielten wir dann als Support für The Datsuns im Magnet Club. Weitere Auftritte ergaben sich, nachdem wir Leute in Clubs und Bars getroffen bzw. angesprochen hatten. Inzwischen kennen wir viele großartige Leute, die uns helfen, Konzerte zu organisieren.

Ihr seid mit The Datsuns auf Deutschlandtour und mit The Frank Popp Ensemble in Griechenland auf Tour gewesen. Wie war die Erfahrung für Euch, gibt es etwas besonders Erwähnenswertes?

Ich schätze, das einzig Erwähnenswerte diesbezüglich betrifft unser Konzert in Athen, als es ziemlich schlimme Krawalle in der Stadt gab und sich niemand auf die Straße traute, so dass wir letztlich nur vor einer Handvoll Besucher auftraten.

Würdest Du sagen, dass Ihr in eine Art Netzwerk bestehend aus Musikern, Clubs, DJs eingebunden seid bzw. strebt Ihr danach?

Ich denke, wir gehören zu einer neu entstandenen Liveszene, die sich insbesondere im zurückliegenden Jahr ziemlich gefestigt hat. Veranstaltungen wie die 8MM Music Nights im Bassy oder Fave Rave im Bang Bang Club helfen ungemein, Bands, Musiker und DJs zusammenzubringen.

Euer Sound ist in erster Linie von 60er-Blues und -Psychedelia geprägt, aber es lassen sich auch deutliche Krautrock-Einflüsse in einigen Eurer Songs ausmachen. Mögt bzw. kennt Ihr deutsche Bands aus den 70ern wie Can, Neu!, Harmonia etc.?

Auf jeden Fall, wir sind große Fans von Neu!, Can und der Krautrock-Szene der frühen 70er-Jahre. Es war eine extrem wichtige und befreiende Zeit für Musik aus Deutschland, die definitiv auch Auswirkungen auf den gegenwärtigen Spirit in Berlin hat.



Derzeit arbeitet Ihr ja an Eurem Debütalbum, wann wird es erscheinen und soll es auf einem Label veröffentlicht werden? Wie würdest Du den darauf kreierten Sound beschreiben?

Wir haben das Album vor kurzem fertiggestellt, es wird via TV Eye Records im Februar/März kommenden Jahres veröffentlicht werden. Es ist immer äußerst schwierig, den Sound der eigenen Musik zu beschreiben… Es gibt auf jeden Fall eine Menge Fuzz, Hall und ein wenig Farfisa-Orgel („a lot of fuzz, a lot of reverb and a little farfisa“).

Was mögt Ihr an Berlin und was nicht nicht so sehr?

Die Freiheit (und Freizeit), das tun zu können, was man möchte, ist hier einfach unglaublich. Die Kehrseite dessen ist, dass man ein großes Maß an Motivation braucht, um die zur Verfügung stehende Freizeit auch produktiv zu nutzen. Schon irgendwie ein zweischneidiges Schwert…

Als Popmonitor www.myspace.com/thesunandthewolf

Autor: [EMAIL=thomas.stern@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Thomas Stern[/EMAIL]

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