THE WOMBATS am 30.03.2008 im Lido


Let’s dance to The Wombats!



Ja, wo gibt’s denn so was?! Gerade mal 15 Minuten zu spät gekommen – bei einem Konzert in der Regel ja immer noch pünktlich – und die Vorband CAGE THE ELEPHANT spielt bereits ihr letztes Lied. Wahnsinn, auf die Minute angefangen und nach 20 Minuten schon fertig. Spricht nicht unbedingt für eine Band. Nun gut, wir haben nichts verpasst, wenn man den Aussagen einiger pünktlicher Augen- und Ohrenzeugen Glauben schenken darf. Nichts gegen CAGE THE ELEPHANT, ich kann es ja nicht mal beurteilen…

Dafür war jetzt wenigstens genügend Zeit, um erst mal richtig anzukommen, die Jacke abzugeben, die Bar anzupeilen und mit einem alkoholischen Getränk entspannt auf den Hauptact zu warten. Nette Idee übrigens, die Garderobe im Raucherzelt unterzubringen – und dann auch noch Geld dafür zu verlangen… Aber das nur am Rande.
Das Lido war jedenfalls mehr als gut gefüllt, vor allem zappelten jede Menge Teenies, die sich offensichtlich outfit-mäßig abgesprochen hatten, aufgeregt herum.
Als dann THE WOMBATS auf der Bühne erschienen, war das Gejohle groß, die Band nahm’s gelassen, während das Publikum fast platzte vor lauter Vorfreude. Die sagten gut gelaunt Hallo und wuschelten sich vor der großen Sause noch mal schnell und ein klein bisschen verlegen die Haare in die Stirn – eine gewisse Ähnlichkeit mit den knuffigen australischen Beuteltieren lässt sich wahrlich nicht leugnen. Meine Begleitung dachte mal wieder laut und bemerkte unsensibel, aber immerhin ehrlich: „Na, hoffentlich klingen die jetzt besser als sie aussehen.“ Doch davon konnte sie sich kurz darauf selbst überzeugen.

Nach einem kurzen A capella-Intro ging es dann direkt richtig los, voller Enthusiasmus schmiss sich das Trio aus Liverpool ins Zeug und rockte, was selbiges hielt. Spätestens ab dem ersten Gitarrenriff tanzte, hüpfte, sprang und pogte die Menge vergnügt, die Songs wurden ausnahmslos mitgegrölt. Die Stimme von Matthew Murphy hätte jedoch durchaus etwas lauter rüber kommen können, aber vielleicht hatte der Tontechniker einfach einen schlechten Tag. Nichtsdestotrotz war die Stimmung herrlich aufgekratzt, das spornte die Jungs sichtlich an, was sich wiederum auf die wogende Menge übertrug, die schlichtweg aus dem Häuschen war. Bei ‚Backfire At The Disco‘, ‚Moving To New York‘, ‚Kill The Director‘ und – klar – ‚Let’s Dance To Joy Division‘ blieb wirklich kein Schuh auf dem Boden. Lustige kleine Kommentare und Anekdötchen zwischen den Songs rundeten diesen ziemlich perfekten Auftritt ab. Meine Begleitung war auch äußerst zufrieden – mit der Musik zumindest.

Ein schöner Abend, ein tolles Konzert, ein Hoch auf die WOMBATS, ein Hoch auf die Teenies. Auf dem beschwingten Nachhauseweg gab es nichts, worüber wir hätten meckern können – höchstens vielleicht über die stinkenden Jacken…

Nächster Berlin-Termin: 05.10.08 // Postbahnhof

www.thewombats.co.uk
www.myspace.com/thewombatsuk

Foto © verstärker
Autor: [EMAIL=susanne.lang@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Susanne Lang[/EMAIL]

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