TIMESBOLD – Eye Eye

Vorsicht: Dieses Album zu hören, ist lebensgefährlich!

Beim hören von TIMESBOLDs Eye Eye sackt man unwillkürlich in sich zusammen. Alles, was um einen herum Aufmerksamkeit erfordert, wird von diesem Album absorbiert.
Wie soll man eine Rezension schreiben, wenn die Band, die man besprechen soll einen ständig auf dumme Gedanken bringt? Gedanken über verflossene Lieben, vertane Chancen, den allgemeinen Weltschmerz und dieses kleine kümmerliche Etwas in deiner Brust, das sich Seele nennt und plötzlich so stark anschwillt, dass du das Gefühl hast, es würde dein Herz zerdrücken…
All dies bewerkstelligen TIMESBOLD mit ihrem zweiten Album Eye Eye.
Folgende Warnung sei ausgesprochen: denn es gibt nur zwei Möglichkeiten für Reaktionen, die dieses Album weckt. Entweder es rettet dein Leben oder es zerstört es.

Die vier New Yorker haben es auf dein Herz abgesehen und je nach Grundkonstitution des Hörers, werden sie es dir kitten oder mit einer zerstörerischen Sanftheit aus dem Brustkorb reißen. Weitere Nebenwirkungen dieser Indie-Folk-Country-Depression sind ein leerer Blick, völlige Muskeldekontraktion und die Unfähigkeit sich auf diverse Dinge zu konzentrieren.

Songs wie ‚Bone Song‘, ‚All Blues‘ oder ‚Venegeance Day‘ beschreiben die Downward Spiral etwa so gut wie es ein JOHNNY CASH besser auch nicht konnte und stellen dabei die erwachsene Alternative zu MAXIMILIAN HECKER dar.

TIMESBOLD schweben eher in einer Sphäre aus Sein und Nichtsein, Sinn- und Sinnlosigkeit. Bei jedem Song stirbt man einen kleinen schönen Tod, welchen man nur überlebt, um beim nächsten noch einen schöneren zu sterben.
Also überlegt euch gut, ob ihr dieses Album hört, denn wie gesagt es könnte euch umbringen. Das Risiko aber würde ich in diesem Fall eingehen.

TIMESBOLD
Eye Eye
(Glitterhouse Records / Indigo)
veröffentlicht

http://www.timesbold.net
http://www.glitterhouse.de

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