TWO DOOR CINEMA CLUB – Tourist History


„Let’s make this happen… show the world that something good can work.“



Hype, Hype, Hype schreit es von allen Dächern. Und tatsächlich – wer sich auf einer BBC-Liste zum „Sound of 2010“ mit 14 weiteren Künstler befindet, die es, nach der Meinung von 165 sogenannten „Tastemakern“, wert wären, genauer unter die Lupe genommen zu werden, der darf sich aussuchen, ob er das nun gut findet oder nicht. TWO DOOR CINEMA CLUB jedenfalls schwanken selbst offenbar noch zwischen „och, ganz nett“ und „naja, und mit welcher Berechtigung bestimmt dieser Bruchteil an Rezipienten/ Konsumenten nun?“. Berechtigte Frage.

Tatsache ist jedoch, dass die drei gebürtigen Nordiren mit ihrem Debüt Tourist History reichlich Aufmerksamkeit erregt haben und das nicht nur zuhause, sondern beispielsweise auch bei uns, wo sich die diesjährigen Festivalveranstalter bereits die Hände reiben und begeistert buchen oder Radiostationen schon seit einiger Zeit ‚Something Good Can Work‘ durch ihre Sendungen rotieren lassen.

Was übrigens ein ziemlich guter Einstiegssong für das Album gewesen wäre, aber mit ‚Cigarettes In The Theater‘ klappt es ebenso – in einem Affentempo (sowohl musikalisch als auch gesanglich) tänzeln Alex Trimble, Kev Baird und Sam Halliday von der ersten Sekunde los (zu Vinylzeiten hätte man sich vermutlich erstmal gefragt, ob irgendwas falsch eingestellt ist) und lassen keinerlei Zweifel darüber aufkommen, was sie bezwecken: nämlich mit „the help of technology and a thirst for anything quirky“ fröhliche Indiehits zu produzieren zu deren hymnisch anmutende Refrains man, fährt Trimble die Geschwindigkeit seiner Texte mal etwas runter, sogar auch noch ganz toll mitsingen kann, während die Füße zu verspielt-unbeschwerten Gitarreneinsätzen und einem aufgeregten Drumcomputer so enthusiastisch mitwippen, dass relativ flugs der Scheitel verrutschen dürfte.

Leider bedingt dies dann auch, dass das Trio zwar zehn Stücke auf die Platte gepackt hat, mit einer durchschnittlichen Dauer um die plusminus drei Minuten der ganze Spaß aber nach einer guten halben Stunde schon wieder vorbei ist. „Uh oh“, Knoten aus der Zunge friemeln, in die Hände klatschen und nochmal von vorne!

Popmonitor präsentiert: TWO DOOR CINEMA CLUB am 09.04.10 live in Berlin/ Rosi’s

TWO DOOR CINEMA CLUB
Tourist History
(Kitsuné / Cooperative Music / Universal)
VÖ: 05.03.2010

http://www.myspace.com/twodoorcinemaclub

Autor: [EMAIL=verena.gistl@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Verena Gistl[/EMAIL]

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