UNKLE – War Stories


Die nahezu perfekte Symbiose aus Elektronik und (Indie-) Rock.



Bekanntermaßen suchte Elektronik-Fuchs JAMES LAVELLE, Kopf von UNKLE und Gründer des nicht eben unbedeutenden britischen Mo’Wax-Labels schon immer die Nähe zur gitarrenaffinen Indieszene und kollaborierte auf den vorherigen beiden UNKLE-Alben Psyence Fiction und Never, Never, Land mit solch hehren Genre-Ikonen wie THOM YORKE, RICHARD ASHCROFT oder IAN BROWN, die Stücken wie ‚Rabbit In Your Headlights‘, ‚Lonely Souls‘ oder ‚Be There‘ mit ihren beigesteuerten Gastvocals den noch fehlenden Baustein zur letztlich erzielten Genialität lieferten.

Auch auf dem neuen Album War Stories hat LAVELLE mit u.a. JOSH HOMME, IAN ASTBURY oder Massive Attack-Mastermind 3D wieder eine äußerst illustre Schar an Gastsängern und -musikern versammelt, produziert hat – vielleicht etwas überraschend – MATT GOSS of (u.a.) Queens Of The Stone Age-Fame.
Zusammen mit RICHARD FILE als mittlerweile fester Konstante im UNKLE-Gefüge setzt LAVELLE mehr denn je auf ein sich organisch manifestierendes Band-Feeling, schließlich wurden die Songs erstmals annähernd live eingespielt und debütiert LAVELLE auf einigen Songs gar als den anderen durchaus ebenbürtiger Sänger, insbesondere das von ihm gesungene, cool-hypnotische ‚Hold My Hand‘ zählt zu den Highlights des Albums.

Natürlich zeichnet sich auch das neue UNKLE-ALBUM – quasi per definitionem – wieder durch enormen Ideenreichtum, stilistische Vielfalt und sich nachhaltig festsetzende kleine Hits aus, zu denen neben dem ravig-rifflastigen ‚Restless‘ (feat. JOSH HOMME) oder dem relativ straight rockenden ‚Lawless‘ definitiv das als erste Single ausgekoppelte und von The Cult-Shouter IAN ASTBURY mittels seines nach wie vor ungemein kraftvollen Organs in euphorische Höhen katapultierte, unglaublich hymnische ‚Burn My Shadow‘ gehört. Dass auch er anders kann, zeigt sein zweiter Album-Auftritt auf dem das Album beschließenden, mit für seine Verhältnisse ungewohnt zurückgenommenen Vocals verzierte schwer wehmütige ‚When Things Explode‘.

Die bislang bekannten und so geschätzten, den UNKLE-Kosmos bestimmenden Electronica-, Trip Hop- und Indie-Ingredienzen erfahren auf War Stories eine deutlich band- und rockkompatiblere, trotz der vielfätigen Herangehensweisen insgesamt homogenere Ausrichtung, die dem ursprünglich als tüftlerische Studioproduktion initiierten Projekt hervorragend zu Gesichte steht.

UNKLE
War Stories
(Full Time/ PIAS/ Rough Trade)
VÖ: 06.07.2007

www.unkle.com
www.myspace.com/unkle
www.pias.com

Autor: [EMAIL=thomas.stern@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Thomas Stern[/EMAIL]

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