UVULA – Four-Night-Stand(s) (EP)

Intelligenter Alternative-Rock aus dem Tal der Wupper…

Von früheren Vorbildern wie PEARL JAM und SOUNDGARDEN und Nacheifern derselben in den juvenilen Anfangstagen des Zusammenspiels auf dem elterlichen Dachboden vor gut zehn Jahren ist da in der Bandinfo zu lesen, was schon relativ lange her ist und außerdem nicht zwangsläufig auf den Musikstil einer sich über die Jahre findenden bzw. weiterentwickelnden Band schließen lassen muss, als erster Anhaltspunkt aber schon mal grob die Richtung weist.

Nach dem Ausstieg zweier langjähriger Bandmitglieder rekrutierten die beiden Gründungsmitglieder JAN SCHULTE (Gitarre/Gesang) und HENNING SCHULTE (Drums) im Jahre 2002 die neuen Mitstreiter HEINER KRAUSS (Gitarre) und PHILLIP BRACKEN (Bass), um in dieser Besetzung das selbstbetitelte Demo Uvula und die EP Four-Night-Stand(s) zu produzieren.
Auf dem vorliegenden Exemplar dieser bereits seit längerem fertiggestellten EP ist nun zusätzlich das inzwischen zum Klassiker der Band avancierte ‚Sunrider‘ enthalten, mit dem sie in heimatlichen Gefilden bereits Airplay bei wichtigen Radiostationen wie Eins Live erzielen konnten, was angesichts dieses scheinbar nach den Vorgaben der (ungeschriebenen) Lehrbücher des Alternative-Rock komponierten, die anderen drei Stücke noch um einiges überstrahlenden Songs auch nicht verwundert.

‚Sunrider‘ besticht auf der Grundlage einer ungemein durchdachten Songstruktur und catchy Hookline mit einer wohldosierten Härte sowie –besonders gegen Ende- orkanartigen, melodiösen Gitarren, die schnell süchtig machen. Während das folgende ‚Reflected‘ straighter zur Sache geht, wird bei ‚The Less I…‘ nach eher beschaulichem Beginn und überraschend beatartigem Rhythmus dann doch schnell wieder eine punktgenaue und härtere, Hardcore-Elemente einbeziehende Gangart geschaltet, um im abschließenden ‚Innocence‘ ihrer früheren Vorliebe für episch ausgewalzte Strukturen zu frönen. Diesen drei Stücken gemein ist der gelegentliche und zunächst etwas gewöhnungsbedürftige Wechsel zu aggressiven Scream-Vocals, die zur Untermauerung ihrer zweifellos vorhandenen Leidenschaft und Energie nicht zwingend vonnöten gewesen wären.

Eine insgesamt absolut ansprechende EP mit anspruchsvollem, gleichermaßen melodiös-sehnsüchtigem und noisigem Alternative-Rock zwischen frühen NOTWIST, BLACKMAIL, QUEENS OF THE STONE AGE und … PEARL JAM.


UVULA
Four-Night-Stand(s) EP
(Eigenvertrieb)
veröffentlicht

http://www.uvula.de

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail