Venom Is Bliss – Foals Run Wild

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Kürzlich erschien mit Foals Rund Wild, das Debüt der Elektropop-Formation VENOM IS BLISS. Exklusiv für Popmonitor haben die Kölner die zehn Songs des Albums kommentiert…

FOALS RUND WILD

„Foals Run Wild“ war einer der ersten Tracks für das Album. Während sich fast der ganze Song von Demo zu Demo ständig verändert hat, ist der Refrain immer derselbe geblieben. Wir wollten einen groovigen Song, der wummert und pumpt, viel Energie rüberbringt und sich immer wieder schön auflöst. Am Ende ist aus dieser Idee heraus eine Art Trip Hop Beat entstanden. Damit wollten wir das Album starten lassen!

TPS

TPS handelt von krankhafter Eifersucht. Es geht um einen jungen Mann, der seiner eigenen Freundin immer wieder nachstellt, sie verfolgt und sich auf dem Höhepunkt seiner Kontrollsucht sogar in ihre Webcam einhackt, um sie heimlich zu beobachten. Klingt nach einer sehr phantasievollen Geschichte, basiert aber auf wahren Begebenheiten aus unserem Freundeskreis. Das ganze ist zwei guten Freundinnen von mir unabhängig voneinander passiert. Die Geschichte ist so unheimlich, dass ich sie unbedingt in einem Song verarbeiten wollte.

MOUNTAINS

Nachdem ich das Instrumental zu „Mountains“ geschrieben hatte, kam Philipp zum Einsingen vorbei. Mit dem anfänglichen Text hatte er im Refrain echte Schwierigkeiten – zu viele Wörter für die hohe Tonlage. Er meinte dann aus Spaß, dass es doch viel einfacher wäre, einfach „O!“ und „A!“ zu singen. Daraus wurde dann „So far“. Das ist zwar nicht das übliche Vorgehen beim Schreiben von Songtexten, hat in unserem Fall aber super funktioniert! Wovon der Text handelt, muss man ja auch eigentlich nicht mehr erklären: Ausbruch, Freiheit, Neubeginn.

LET’S SPEND SOME TIME TOGETHER

Manchmal wacht man ja morgens auf und hat einen Ohrwurm von irgendeinem nervigen Radiosong, den man am Vortag irgendwo aufgeschnappt hat. Die Angst hatte ich auch, als mir morgens im Halbschlaf die Idee zu „Let’s Spend Some Time Together“ kam. Die Jungs konnten mich dann aber schnell beruhigen und aus meiner morgendlichen Idee ist ein Song über Liebe, Sehnsucht und Liebeskummer entstanden.

PEOPLE

Für das Instrumental von „People“ bin ich ein Wochenende nach Berlin zu unserem Kumpel Sebastian Welicki von dem DJ Duo „Trashlagoon“ gefahren. Wir wollten schon länger einen Song zusammen schreiben, am besten tanzbar und elektronisch, aber auch düster und bedrückend. Sebastian hat den Song aus Samples und Beats – unter anderem von dem großartigen Nils Frahm – auf seine Art zusammengebaut, während ich neben ihm saß und mehr oder weniger die „Regie“ geführt habe. Nach einigen Stunden Arbeit stand das Instrumental und ich bin glücklich zurück nach Köln gefahren. Die Lyrics sind nah am Song und handeln von Unsicherheit und Isolation. Wir arbeiten gerade an einem speziellen Live Arrangement, das es vielleicht schon bald auf unseren Konzerten zu hören gibt!

YOU LEFT ME

Das ist tatsächlich der erste Song von uns, der im Proberaum entstanden ist. Manchmal hat es auch einen Vorteil, wenn keiner die Finger von seinem Instrument lassen kann. Ich kam nach einer kurzen Pause zurück in den Proberaum, habe mein Handy rausgeholt und Dennis, Felix und Philipp beim Jammen gefilmt. Felix hat den Beat gespielt, Dennis hat den Bass drunter gelegt und Philipp saß am Klavier und hat immer wieder „You Left Me“ gesungen. Hört sich trauriger an, als es wirklich war! Aus dem Lückenfüller ist der Titel geworden, ein paar Tage später hatten wir den Song schon für die Platte eingespielt, zwei andere Songs mussten dafür gehen. Das Album hat sich also im letzten Moment noch grundlegend verändert, worüber wir im Endeffekt alle sehr happy sind!

SCARLET

Felix und ich haben schon 2009 zusammen Musik gemacht. Unsere Band hieß „Polaris/Solaris“ und „Scarlet“ war damals der erste Song, den wir – natürlich in einer ganz anderen Version – damals so richtig im heimischen Jugendzentrum aufgenommen haben. Letztes Jahr saßen wir dann an einem Abend mit ein paar Bieren bei mir in der Wohnung, haben uns alte Sachen angehört und beschlossen, den Song in neuem Gewand nochmal aufzunehmen. Seitdem spielt Dennis übrigens auch neben Keyboards und Percussion noch E-Bass in einigen Songs.

WARNING SIGN

Warning Sign hat sich am Anfang so billig und schlecht angehört, dass wir ihn erst wieder wegwerfen wollten. Ich fand die Melodie aber wirklich catchy und habe so lange am Sound geschraubt bis daraus der perfekte Candy-Disco-Popsong wurde mit dem sich alle anfreunden konnten. Live spielen wir den Song aber ohne 808 Kicks und Plastiksynths, dafür mit Schlagzeug, Bass und Gitarre.

HOME

Der längste Track des Albums hat im Vorfeld auf jeden Fall auch am meisten Streitpotential geliefert. Wirklich zufrieden waren wir damit wirklich erst nachdem wir ihn im Studio richtig mit Drums, Bass und Gitarren eingespielt hatten. Nadir und Philipp haben den Refrain noch umgeschrieben und Dennis und Felix bekamen die letzte Version bis kurz vor dem Ende der Studioarbeiten nicht zu hören. Der Moment, als wir das Ergebnis alle zusammen gehört und für gut empfunden haben war auf jeden Fall sehr schön.

ROADS END

Roads End habe ich zusammen mit unserem Freund David Pfeffer geschrieben. Eigentlich besteht der Song aus zwei Teilen – „Roads“ und „The End“. David hat die erste Strophe geschrieben und sich eine Melodie ausgedacht und ich habe die zweite Strophe auf seine Melodie geschrieben. Wir wollten, dass Philipp, David und Nadir zu fast einer Stimme werden. Im zweiten Part kommen dann noch Felix und ich dazu, so dass wir zu einem richtigen Chor werden. Unsere Idee war, dass der Song zum Ende immer weiter ausartet und immer mehr Instrumente und Stimmen dazu kommen, bis er schließlich einbricht.

VENOM IS BLISS
Foals Run Wild
(Escape Artists / MusicMakingPeople)
VÖ: 12.02.2016

www.venomisbliss.com

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