Vimes – Nights in Limbo

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Seit Kurzem ist Nights in Limbo, das Debüt des Kölner Electronic-Duos VIMES erhältlich. Exklusiv für Popmonitor hat AZHAR SYED die neuen Tracks kommentiert…

HARPOONED

“Harpooned” war rückblickend ziemlich knifflig. Die Lyrics waren recht früh in Stein gemeißelt, aber den Harmonien und der allgemeinen musikalischen Umrahmung fehlte immer ein wenig Tiefe. Wir haben mit Jochen (Naaf) viele Möglichkeiten besprochen und nach viel Grübeln sagte er: „Hey, versucht mal die Strophe in Moll!” Genau die richtige Wahl.

MIND

Das Interessante an „Mind“ ist, dass der Refrain am Anfang die Strophe war. Aus irgendeinem Grund verwarfen wir den alten Refrain und verwendeten “With a mind like yours”. Plötzlich hatten wir ein völlig neues Lied und einen deutlich stärkeren Refrain.

CELESTIAL

Auf der einen Seite gibt es Songs, deren Entstehung ein Kampf ist, auch wenn sie am Ende zu unserer Zufriedenheit sind. Auf der anderen Seite gibt es Songs, die man um 2 Uhr morgens beginnt und dabei wird man nur vom Instinkt geleitet. „Celestial“ zeigt, dass ein gewisses Gefühl viel wichtiger ist, als alles so perfekt wie möglich haben zu wollen.

RUDAL

“Rudal“ verwischt die Grenzen zwischen Pop und Clubmusik. Der Gesang klingt anfangs “menschlich” und verliert allmählich diese menschliche Note. Allerdings liegt die wahre Schönheit von „Rudal“ im Klavierteil. Alles löst sich auf, bricht herunter und inmitten Drum-Machines, Synthesizer und Vocoder-Gesang gibt es diesen leicht verstimmten Flügel. Ein zeitloses Instrument, das es vor uns gab und lange nach uns geben wird.

TUEM

„Tuem“ war der letzte Track, der dem Album hinzugefügt wurde. Auch wenn es klischeehaft klingen mag, aber es fühlte sich wie das letzte Puzzleteil auf Nights In Limbo an. Wir mögen es, dass der Track rau und vielleicht etwas ungeschliffen klingt.

CLKS

„Clks“ entstand aus Gesangsparts, die ursprünglich für eine Zusammenarbeit geschrieben wurden, die nie das Licht der Welt erblickte. Wir spielten aber weiter damit herum und entdeckten, dass es Potential für mehr hatte.

HOPEFUL

Wenn „Tuem“ die kompromisslose Essenz unserer Liebe zur elektronischen Clubmusik war, dann ist ”Hopeful” das klassischste Songwriting, das wir je betrieben haben.

BALANCE

Nach der ersten Demo von “Balance” waren wir ziemlich angetan, aber nicht sicher, ob es wirklich ein VIMES-Song sei. Doch gewisse “weirde” Elemente sorgen dafür, dass es das dennoch ist!

ENTIAL

Obwohl ganz und gar nicht absichtlich, ist das definitiv der Pop-orientierteste Song auf dem Album. Auch ein Beispiel dafür, wie wir dachten, dass wir alles Notwendige beisammen haben und dann stellte Jochen doch fest, dass da noch was geht.

ESK

Wir haben viel darüber nachgedacht, wo „Esk“ genau hinpasst. Es hat eine durchaus klassische Songstruktur mit Strophe, Refrain etc., aber wird gegen Ende hin immer abstrakter. Der Song verwendet die Stimme in erster Linie als Instrument.

KYRA

„Kyra” setzt die etwas abstrakte Reise fort, die „Esk“ gestartet hat. Es symbolisiert das Unbekannte und einen Schwebezustand. Eine Chimäre zwischen Song und Track.

THE UNDERACHIEVER

Kunst ist immer mit einem Gefühl der Unsicherheit verbunden. “The Underachiever“ entstand aus einem solchen Zustand.

HOUSE OF DEER

„House Of Deer“ war einer der Titel, der uns in einem sehr frühen Stadium definiert hat. Wir schätzen seine Dramaturgie und emotionale Dringlichkeit. Für uns war es immer klar, dass dies das Gefühl ist, mit dem wir unser Debüt-Album enden lassen wollen.

VIMES
Nights in Limbo
(Humming Records / Rough Trade)
VÖ: 12.02.2016

www.vimesmusic.com

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