Wat Tyler’s Blood – 1381

1381 wurde der englische Bauernführer Wat Tyler getötet. Die Sänger FRANK TURNER und DANBERT NOBACON (CHUMBAWAMBA) widmeten ihm die Lieder „Sons Of Liberty“ und „A Million Wat Tylers“. Die Anarcho-Punkband WAT TYLER nannte sich nach ihm. Und ein neues Dungeon Synth-Projekt will nun an ihn erinnern – pünktlich zum 1. Mai. Während DEPRESSED COMMUNIST die heutige Arbeitswelt vertont, geht WAT TYLER’S BLOOD historisch vor.

In „A Call To Arms“ erklingen Kriegshörner, die die englischen Bauern mystisch zu ihrem Krieg aufrufen. In an ERANG erinnernden Klängen von Schmiedehämmern und Geblubber wird in „Sowing Seeds Of Rebellion“ die Untergrundarbeit des Revolutionärs dargestellt: Der Auslöser von Tyler’s Angriff auf die Ständegesellschaft soll gewesen sein, dass ein Steuereintreiber seine Tochter sexuell belästigt hatte, worauf ihn Tyler mit seinem Hammer erschlug. Daraufhin verbreitete er seine Botschaft unter den Bauern. Hier erklingt gen Ende tatsächlich einmal Dungeon Synth und Männergeschrei. 

„The Sack Of The Tower Of London“ verbindet Dudelsack und mittelalterliche Chöre. Man denkt daran, wie die Bauern das Gefängnis stürmten, Rechtsdokumente zerstörten und Gefangene befreiten – eine Vorwegnahme des Sturms auf die Bastille, den Höhepunkt der französischen Revolution, rund 400 Jahre später. Mit Orgel und Hörnern wird in „To Raise A Tankard To The Fallen“ den Gefallenen gedacht. Das war Klassenkampf im Feudalismus.

 

Wat Tyler’s Blood
1381
(Secunda)
VÖ: 01.05.2025

Album auf Bandcamp

FacebooktwitterpinterestlinkedintumblrmailFacebooktwitterpinterestlinkedintumblrmail