WOLFTRON – Flesh & Fears


Der Mann mit dem Wattebausch ist da.



Ein Kammerpop-Album im besten Sinne legt der gerade mal 23-jährige KENNY CHOI mit dem Debüt seines Projekts WOLFTRON vor. Bis auf die Drums komplett im Alleingang im heimischen Schlafzimmer aufgezeichnet, verströmt Flesh & Fears auch eine etwas verschlafene Stimmung. Durchaus im Gegensatz zu dem, was CHOI sonst so mit seiner Alternative-Rock-Combo DAPHNE LOVES DERBY fabriziert.

Die WOLFTRON-Songs setzen über weite Strecken auf gemäßigtes Tempo und kuschelweiche Arrangements, die vielleicht einen Tick zu Synthie-lastig ausfallen, obwohl dies gar nicht nötig wäre. So kommt es, dass man kaum mitbekommt, wie das Album voranschreitet und nach gut 37 Minuten schon vorbei ist. Die Unterschiede zwischen den Tracks halten sich in Grenzen, die üppig mit Hall versehene warme Stimme von KENNY CHOI hat eine durchaus einlullende Wirkung. Einzelne Tracks herauszuheben, fällt schwer. Einerseits weil das Niveau nicht schwankt, andererseits da es trotz oder gerade wegen der erzeugten Wohlfühl-Atmosphäre schwerfällt, sich anschließend noch an Einzelheiten zu erinnern. Hier rein, da raus, und zwischendrin die Seele in Watte legen.

WOLFTRON
Flesh & Fears
(Eyeball/ Cargo)
VÖ: 25.07.2008

www.myspace.com/wolftron
www.eyeballrecords.com

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte[/EMAIL]

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail