Ash – A-Z Vol. 1

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Was haben ASH da vor? Eine berechtigte Frage, die sich die Fans da stellten, als das Trio im Sommer 2007 verkündete, ab jetzt keine Studioalben sondern nur noch Singles zu veröffentlichen. Vom Oktober 2009 bis zum September dieses Jahres sollen monatlich zwei erscheinen (digital oder als 7″ Vinyl Edition). Im April war Halbzeit und die erste Kompilation erschien.

Nachdem CHARLOTTE HATHERLEY 2006 die Band verließ, trat die Band in eine Neuorientierungsphase. Das letzte Album Twilight Of The Innocents war so eine Art Abschied vom alten Stil und Probe für die neue Situation. Da es nicht gut lief und Britpop nun vollends vorbei schien, wollten es die Herren offensichtlich noch einmal wissen. Mit der völlig neuen A-Z-Kampagne probieren sie mutig einen Neustart. Sie warfen das Warner-Label Infectious Records über Bord, gründeten in New York das eigene Studio „Atomic Heart“, schrieben jede Menge neue Songs und ließen neue Gigs mit der Kamera begleiten.

Im Mai 2009 setzten sie den ersten neuen Track ‚Return Of White Rabbit‘ gratis und samt schickem Video ins Netz. Dancefloorgemacht und biestig schien es eine ganz andere Seite von ASH aufzumachen. Auch die ersten Alphabet-Singles benutzen ungewohnt viele Elektoelemente. Jede ist einem Buchstaben und einer Farbe zugeordnet. ‚True Love 1980‘ etwa ist das rosa A und klingt wie ein ironischer Kommentar zur Vergangenheit der Band als Mutter gigantischer Balladen wie ‚Shining Light‘. Auch kaum zu glauben, dass die Jungs mal als Grunge-Punks angefangen haben.

Dennoch wird deutlich, dass man sich bemüht, zu altem Drive zurückzufinden. Man kann nicht erwarten, dass eine Band in einer Zeitschleife festhängen will. Nach 1977 noch Teenagepop und nach Meltdown noch Britrock zu erwarten, wäre Unsinn. Trotzdem ist etwa ‚Arcadia‘ mit Ash-typischer Geschwindigkeit und Melodieverliebtheit erfüllt, ohne sich selbst zu kopieren. ‚War With Me‘ dagegen erinnert an ältere Zeiten.

Mitsamt den B-Seiten ein gutes Angebot für den Kurswechsel. Nun kommt es darauf an, die Eingängigkeit auszubauen und hier und da auch wieder härtere Töne anzuschlagen (siehe die Leidenschaftsbeschwörung ‚Dionysian Urge‘).
Live werden die Jungs übrigens auf der aktuellen Tour von RUSSELL LISSACK von BLOC PARTY ersetzt, der wie früher HATHERLEY die zweite Gitarre spielt. Sie werden im Festival-Sommer auf dem Hurricane und South Side auftreten.

ASH live in Berlin am 21.06.10 im Magnet Club

ASH
A-Z Vol.1
(Atomic Heart Records)
VÖ: 19.04.2010

www.ash-official.com
www.myspace.com/ash

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