BØRNS – Blue Madonna

Na, ein fescher Kerl, der da vor Bananenblättern modelt, etwas blass um die Nase vielleicht – wie VILLE VALO, als er noch jung war. Garrett Clark Borns alias BØRNS hat sich vor zwei Jahren mit dem Album Dopamine und vor allem der Single „Electric Love“ einen Namen als neuer PRINCE gemacht. Sein Elektropop mit Glamrock-Fetzen sorgt bei Album Nr. 2 noch immer für Aufsehen.

Er arbeitet erneut mit Produzent Tommy English zusammen, der etwa auch bei dem letzten Album von ANDREW MCMAHON IN THE WILDERNESS an den Reglern saß. Englisch orientiert sich dabei derart an Emile Haynie, dass jetzt sogar LANA DEL REY selbst dabei ist, natürlich bei den schwächsten Tracks „God Save Our Young Blood“ und „Blue Madonna“.

Wer bei dem Albumtitel an MADONNAS „True Blue“ denkt, ist auf der richtigen Fährte. Wie in dem 1980er-Klassiker geht es hier lyrisch um Trennung, Erinnerung und Abkehr von einer Liebe. Es lohnt sich, das Video zu „I Don’t Want U Back“ zu sehen: Hier tritt seine Androgynität sowohl stimmlich, als auch optisch übersteigert zu Tage. Folgerichtig singt zunächst er im Falsett und am Ende die Verflossene den Refrain und man traut es beiden zu.

Bei „Iceberg“ schmachtet der Herr eine neue Gespielin an und hat mit „We Don’t Care“ einen arabesk anmutenden Glam-Nachfolger zu „Electric Love“ im Magazin. Auf dem Dancefloor von „Faded Heart“ möchte er Romeo genannt werden, was er im Gegensatz zu den Jungs von MANDO DIAO vor drei Jahren („Romeo“) auch darf, solang man sich nicht an simplen Songabläufen stört.

 

BØRNS
Blue Madonna
(Interscope)
VÖ: 12.01.2018

https://www.bornsmusic.com/

Live

23.05.2018 Berlin – Festsaal Kreuzberg
25.05.2018 Hamburg – Übel und Gefährlich

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