The Frst – Prelude

MIKEI GRAY aus Nashville war 10 Jahre lang Livegitarrist bei verschiedenen Bands (PORTUGAL: THE MAN, THE VILLAGE PEOPLE, SEAN KINGSTON), als er 2017 endlich ein eigenes Alternative-Projekt startete: THE FRST. Anfangs allein, stellte er sich für die Aufnahmen und die (durch Corona gekürzte) US-Tour eine Mannschaft zusammen: ERIC BARFIELD (Keyboard, Sampling), JUSTIN SMITH (Bass), NATHAN COGAN (Gitarre schon für TAKING BACK SUNDAY) und JEFF HUTCHINS (Drums). Als Mixer für die Platte gewann er James Paul Wisner (PARAMORE, DASHBORD CONFESSIONAL) und Andy Van Dette (THE BEASTIE BOYS, DAVID BOWIE).

Als Opener setzt er geschickt „Tarantino“, eine Poppunkhymne ein, die sofort im Ohr stecken bleibt. Strophen aus kurzen Phrasen und das durchgängige Thema sind eine sichere Bank. „Ammo“ ist ein Poprocker, die seltsam vertraut nach ROXETTE und 80er-Poprock klingt. Songs wie „Pawn Shop“ gehen da eher steil auf 70er- und 90er-Poserbands, Singalongs inklusive. Die Texte handeln von jugendlicher Selbstfindung. „Duh“ z.B. könnte so von PINK stammen („So What“). Da wird GTR 2 gezockt oder Gray meckert zurecht über Leute, die während sie ein Auto steuern, gleichzeitig aufs Smartphone gucken („Another One“).

Wem diese Rotzigkeit zu althergebracht erscheint, für den ist die Neorock-Nummer „Seven Eleven“ vielleicht eher was. Darunter war etwa Drummer TRAVIS BARKER (BLINK-182) auf Twitter. Ein eigener Stil ist auch bei den Popsongs wie „Rules“ nicht zu erkennen. Aber ein lecker Snack für zwischendurch ist Prelude schon.

 

The Frst
Prelude
(Missing I Records/BMI)
VÖ: 14.08.20

www.thefrst.com

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