Yung Hurn – 1220

Okay, Yung Hurn ist von seinem K.RONALDO-Trip wieder runter und irgendwer hat ihm gesteckt, dass er doch endlich seinen Fame ausnutzen und sich mit einem ordentlichen Album als Trap-Künstler etablieren sollte. Entsprechend wirkt 1220 wie eine Pflichtübung. Bezog sich 22 auf sein Wiener Viertel „Donaustadt“, ist 1220 die Postleitzahl Wiens.

Zu Beginn macht er auf seine Weise etwas Battle („MHM“, „Ok Cool“) und zeigt etwas Merkwürdiges auf: Innerhalb des HipHop-Sexismus scheint es eine unbefriedigte Fraktion zu geben, die glaubt, mit sexualisierte Gewaltandrohung und Homophobie um sich schlagen zu müssen, während eine befriedigte Fraktion (zu der er und etwa CRO gehören) willige Frauen vorweisen.

Half ihm sein Kollektiv „Live From Earth“ vor zwei Jahren mit der Compilation In Memory of Yung Hurn unter die Arme, sind es nun wenige Tracks wie „GGGut“, die ihren Flair tragen. Sein Kumpel JOHNNY5 („Du Lügst“, „Lachs Anthem“) geht eh nur als seine Kopie durch. Thematisch dünn und musikalisch leicht wird hier vorrangig gechillt oder man verabredet sich unter Drogeneinfluss mit Internetbekanntschaften im Love Hotel. So ist das Video zu „Bist Du Alleine“ nur eine Neuauflage von A$AP ROCKY’S „L$D“, das wiederum natürlich auch nur eine Neuauflage von Szenen des Films Enter The Void ist. Soweit so bekannt. Da war auf der letzten EP Hitverdächtigeres und Spannenderes zu finden.

 

Yung Hurn
1220
(Live From Earth)
VÖ: 04.05.2018

Yung Hurn auf Facebook

Live

01.09.18, Berlin, Lido
02.09.18, Leipzig, Alte Damenhandschuhfabrik
03.09.18, Bremen, Römer
04.09.18, Hamburg, Uebel und Gefährlich
08.09.18, Essen, Hotel Shanghai
10.09.18, Nürnberg, Z-Bau
11.09.18, Stuttgart, Im Wizemann
14.09.18, München, Technikum

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