
GLAZYHAZE haben sich nicht lange Zeit gelassen, um nach ihrem Debüt Just Fade Away vor zwei Jahren nachzuladen. Das neue Album heißt Sonic und nimmt den entspannten Shoegaze des Vorgängers mit. Neu steht den Italienern übrigens PAOLO CANAGLIA (Gitarre, Bass) zur Verfügung.
Erneut geht es um Stimmungen und Liebeskonstellationen verschiedener Spielarten: Der Opener „What A Feeling“ schwelgt mit ordentlich Wumms und Up-Tempo in der Verknalltheit. Schon „Breath“ geht ins mittlere Tempo über, um über die Sinnhaftigkeit einer Beziehung zu grübeln: „I will learn to leave you if that’s how to love you“, stellt IRENE MORETUZZO fest.
Noch ruhiger kommt der Dreampop „Forgive Me“ daher, bevor er sich in die gitarrenlastigen Höhen begibt. Auch hier wird die Verbindung zweier Menschen in Frage gestellt. Der magische letzte Moment wird in „Warmth“ ausgekostet. In „Nirvana“ werden sogar die Gesangsparts von SEVA PROKHOROV und Moretuzzo getrennt. Das titelgebende Nirvana ist ein anderes Leben, in welchem eine glückliche Partnerschaft möglich wäre. Ähnliche Gedanken haben schon LANA DEL REY („Dark Paradies“) und FLOWER FACE („Another Life“) geäußert. Auch Auflösungsfantasien wie in „Stardust“ sind nichts neues in der Poplandschaft.
Wer ausgiebiges Gitarrengekniffel hören will, bekommt mit dem Titelstück, was er braucht. Glazyhaze gestalten schönen Indiepop, in den man sich reinlegen und davontragen lassen kann.
Glazyhaze
Sonic
(Believe Music)
VÖ: 21.03.2025